Im AugenBlick – Bilder auf Porzellan und in Öl von Ingeborg Patri 


Der Gegensatz von Zeit und Ewigkeit ist vereint im Augenblick, der als abstrakter Moment gedacht das Nichts und die Ewigkeit zugleich umfasst. Meine Bilder sind Momentaufnahmen von „Augenblicken“ aus der äußeren Natur oder inneren Vorgängen.
Geboren 1947 in Mannheim bin ich seit nunmehr 50 Jahren als freischaffende Künstlerin tätig.


Die Ausstellung „Im AugenBlick“ zeigt Augenblicke aus verschiedenen Stationen meines künstlerischen Lebens.
Malen ist meine große Leidenschaft!
Seit meiner Schulzeit beschäftige ich mich mit Malerei. Zu dieser Zeit galt meine Liebe den Pferden und diese waren auch meine bevorzugten Motive, umgesetzt mit Tusche, Kohle und Rötelkreide.
Nach einem Fernstudium an der Pariser ABC-Akademie und verschiedener Kunstseminare widmete ich mich der Ölmalerei. Dabei befasste ich mich besonders mit Blumenstilleben und Landschaftsmalerei.
Dann entdeckte ich die Porzellanmalerei für mich und lernte bei Frau Professor Fürstenberg und Georges Miserez-Schiraz (Schweiz) die Kunst der klassischen Porzellanmalerei.


Als Auftragsarbeiten führte ich seither auch Prunkschalen, Service und exklusive Wandfliesen aus. Mein Ziel war es jedoch, klassische Motive auf Gefäßen zu verlassen und freie eigene Motive auf Bildplatten aus Porzellan zu bannen. Dabei entwickelte ich experimentell auch eigene Techniken.
Ich lernte den Schweizer Porzellankünstler Peter Faust kennen und besuchte bei ihm mehrerer Seminare. Von 1992 bis 2012 unterrichtete ich auch selbst Privatschüler in Porzellanmalerei.
Der Reiz der Porzellanmalerei ist für mich die Herausforderung des Materials. Erst nach 3-4 Bränden zeigt sich, ob die Umsetzung meiner Idee mit individuellen Farbmischungen gelungen ist, wobei ein jeder Brand auch mit dem Risiko eines Zerspringens der Bildplatten einher geht.
Meine Arbeiten fanden Ihre Liebhaber in vielen Einzelausstellungen in Deutschland und Holland.
Leider musste ich aufgrund einer Augenerkrankung zwangsweise eine zweijährige Malabstinenz einlegen.

Die ruhigen Bilder von Augenblicken an Strand und Meer sind in einer selbst entwickelten Technik gemalt, die es ermöglicht Farben aquarellartig ohne sichtbare Pinselstrukturen auf das Porzellan zu bringen.
Mit dem Triptychon „Regenwald“ will ich aufzeigen welcher Reichtum an Schönheit durch die weltweite Zerstörung dieser so wichtigen Ökosysteme verlorengeht.
Obwohl auf meinem linken Auge (welches mein besser sehendes war) durch die Tumorerkrankung erblindet, bin ich trotzdem optimistisch frohen Mutes mit viel Ideen Neues zu erschaffen und noch viele Augenblicke malerisch einzufangen.
Zukünftig möchte ich mich neuen abstrakten Themen widmen und bin dazu zur Ölmalerei zurück gekehrt, um intuitiv und meditativ das gestellte Thema zu erfassen. Nachdem ich bei der Porzellanmalerei mit sehr feinen 00-Pinsel gearbeitet habe, freue ich mich nun auf die neue Herausforderung großformatige Bilder mit Malmesser und Spatel zu gestalten.

Kein Wesen kann zu Nichts zerfallen!
Das Ew’ge regt sich fort in allen,
Am Sein erhalte dich beglückt!
[…]
Genieße mäßig Füll‘ und Segen,
Vernunft sei überall zugegen,
Wo Leben sich des Lebens freut.
Dann ist Vergangenheit beständig,
Das Künftige voraus lebendig,
Der Augenblick ist Ewigkeit.


Auszug aus: Goethe, Vermächtnis, 1829

Liebe Besucher,
ich möchte daß Sie im Anblick meiner Bilder daran erinnert werden, wie schön und vielfältig die Natur ist. Das Leben ist schön (meistens)!
Ingeborg Patri im März 2022

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